Was wäre ich ohne dich?

Motiv Beitragsbild: (c) Fotolia – maglara

Ja, dich meine ich. Du liest gerade diese Zeilen und fragst dich, meint die jetzt wirklich mich oder ist das eine Metapher? Ich versichere dir: Ich meine es so, wie es da steht.
Ohne dich fehlt mir was, fehlt meinen Texten was.

Natürlich ist es legitim, zu schreiben und nie jemanden lesen zu lassen. Eine Menge Autoren schreiben nur für sich. Dafür kann es viele gute Gründe geben. Und das ist völlig in Ordnung. Aber das gilt nicht für mich.

Ich schreibe für dich.

Weil ich meine Geschichten mit dir teilen möchte. Ich lese selbst viel und unglaublich gern, vor allem Romane, aber auch Novellen oder Kurzgeschichten. Ich schaue Filme und Serien aus ganz unterschiedlichen Genres. Du meinst, ich hätte wohl arge Langeweile sonst? Im Gegenteil! Ich kann guten Gewissens sagen, ich langweile mich nie. Wenn es sonst nichts zu tun gibt, dann erfinde ich neue Geschichten oder spinne begonnene weiter.

Aber wieso nur diese Faszination für fiktive Ereignisse und fiktive Leute? Weil mich die Figuren und ihre Schicksale fesseln. Selbst, wenn die Handlungsorte oder gar die (pseudo-)historische Epoche mit meiner Wirklichkeit nichts gemein haben, wenn es um Magie oder um Zukunftstechnologie geht, wenn also die Schnittmenge zu meiner Welt eher klein ausfällt, nehme ich fast immer etwas für mich mit, was mich persönlich wachsen lässt. Neue Erkenntnisse, wiedererlangte Erinnerungen, neue Ideen. Das arbeitet dann manchmal tage-, sogar wochenlang in mir weiter und gibt mir Auftrieb.

Und nur, weil sich jemand die Mühe gemacht hat, diese Geschichte niederzuschreiben. Hätte diese Person das nicht getan, hätte sie dem nörgelnden Gedanken nachgegeben, der da flüstert: „Lass das doch, wer braucht den deine Kritzeleien, das interessiert doch niemanden“ — dann wären mir all diese wunderbaren Momente entgangen. Und deshalb springe auch ich immer wieder über meinen Schatten und teile meine Welten mit allen, die ich erreichen kann. Vielleicht ist jemand dabei, dem meine Erzählungen so viel geben, wie ich von anderen erhalten habe.

Damit meine ich nicht nur hohe Literatur oder geistige Kleinode. In vermeintlich ganz einfachen Geschichten habe ich schon unerwartet viel Wahrheit, Weisheit und manchmal auch einfach helle Freude entdeckt. Da steckt in jeder Zeile und manchmal auch zwischen den Zeilen so viel Fantasie und Erzählfreude, dass sie einfach auf mich überfließen. Ich liebe das! Und möchte das Geschenk mit meinen Texten weitergeben.

Was ich schreibe, spiegelt meine Gedanken zum Zeitpunkt des Erscheinens wieder. Sie sind wohlüberlegt und ernst gemeint. Ich schreibe, was ich liebe und ich liebe, was ich schreibe. Mit meinen Geschichten präsentiere ich mich wie ich bin. Und deshalb kann ich dazu stehen, auch wenn es Kritik gibt. Ich habe mein Bestes (zur Zeit) gegeben — für dich.

Eine logische Konsequenz wäre vielleicht, so lange zu schreiben, wie du meine Texte liest. Und aufzuhören, wenn du aufhörst zu lesen. Aber so läuft das natürlich nicht.

Nein, als Autorin — als Schriftstellerin — muss ich in Vorleistung gehen. Ich muss mich auf die leere Bühne stellen und vor leerem Zuschauerraum spielen. In der Hoffnung, die Klänge dringen nach draußen auf die Straße. In der Hoffnung, du kommst gerade in diesem Moment an meinem Theater vorbei und hast gerade Zeit und Muße, ein bisschen zu lauschen. Womöglich einzutreten und mich bis zum Ende zu hören. Vielleicht sogar dir meinen Namen zu merken und wiederzukommen.

Schriftsteller wird man durch Schreiben.

Und das ist ein einsames Geschäft, da kannst du fragen, wen du willst. Wir wollen unsere Gedanken äußern, wir wünschen uns gehört zu werden. Und ich wünsche mir auch, auf diese Weise mit dir in Kontakt zu treten. Kommunikation ist allerdings am fruchtbarsten wenn sie im Zwiegespräch stattfindet: von mir durch meine Texte zu dir und von dir durch deine Rückmeldung zu mir. Du kannst auf verschiedene Weise ins Gespräch kommen mit mir. Hier im Blog, bei Facebook, Twitter oder Google+. Du kannst Rezensionen schreiben im Amazon-Shop. Sag mir, was dir in den Sinn kommt. Lass meine Geschichten der Anstoß sein für ein Gespräch.

Sachlich, freundlich, höflich und mit Spaß

So sollte Kommunikation stattfinden. So wünsche ich es mir von dir, so halte ich es. Nicht immer gelingt das so. Damit muss ich leben. Ein Zwiegespräch bietet viel Raum für Missverständnisse, Streit und Kränkung. Aber auch alle Chancen dieser Welt zum Austausch von Erkenntnissen, Eingeständnissen und gegenseitiger Wertschätzung. Am wichtigsten ist dabei für mich Ehrlichkeit. Mit mir selbst und mit dir. Manchmal trägt diese Offenheit das Risiko, verletzt zu werden, schlimmstenfalls übervorteilt. Aber dieses Risiko gehe ich ein. Kommunikation ist der einzige Weg zum harmonischen Miteinander, sowohl im Weltgeschehen als auch im Kleinen zwischen dir und mir.

Kommunikation muss ehrlich sein, sonst verdient sie den Namen nicht. Wenn du mit mir uneinig bist, möchte ich es wissen, auch wenn es mich kränkt. Das ist mir allemal lieber, als mich in Illusionen zu sonnen. Denn dann kann ich mich damit auseinandersetzen und herausfinden, ob ich etwas ändern sollte oder ob ich so bleiben möchte wie ich bin. Ehrliche Auseinandersetzung lässt mich die Welt auch mit deinen Augen betrachten. Sie erweitert meinen Horizont und eröffnet mir vor allem die Möglichkeit, innerlich zu wachsen. Diese Chance werde ich jederzeit mit Freuden ergreifen!

Raus aus den Kulissen

Auf meiner Bühne trete ich meistens in den Hintergrund und freue mich, wenn meine Figuren im Rampenlicht stehen. Doch gerade jetzt empfinde ich es als notwendig, einen Schritt aus den Schatten zu wagen. Wie sollst du wissen, was ich mir von dir wünsche, wenn ich es nicht äußere?

Auf die Bühne stelle ich meine Veröffentlichungen. In den Zuschauerraum wünsche ich mir — dich. Lies meine Texte. Meine Romane, meine Kurzgeschichten, meine Blogeinträge. Lass mich wissen, was du davon hältst. Schreibe Rezensionen, Blogbeiträge, Kommentare.

  • Aus meiner Feder stammen bisher fünf Romane, eine Graphic Novel und eine Kurz-Anthologie. Über Rückmeldungen und Rezensionen wäre ich begeistert!
  • Anthologie zum 175. Geburtstag von Karl May
    (c) Edition Roter Drache

    Demnächst erscheint eine Kurzgeschichte von mir in einer Anthologie zur Feier des 175. Geburtstag von Karl May: Reiten Wir! Das Buch mit Geschichten u.a. von Tommy Krappweis und Iris Kammerer erscheint am 1. Oktober 2017 bei der Edition Roter Drache. Herausgeber ist Alex Jahnke. Er lud mich ein, eine Geschichte beizutragen, und ich freue mich sehr, mit der Geschichte Der Weg nach Denver an diesem Werk beteiligt zu sein! (Der Erlös kommt übrigens vollständig dem Karl-May-Museum in Radebeul zugute, zum Erhalt der Sammlung.)

  • Zurzeit arbeite ich an der Veröffentlichung meines ersten SF-Romans mit dem Arbeits-Titel Projekt FUCHUO — Rückkehr. Es ist der erste Band einer Trilogie und erscheint diesen Herbst.
  • Dann wäre da noch der zweite Band meiner Krimi-Reihe Lea Walsh ermittelt, die ich unter Pseudonym verfasse. Der längst überfällige zweite Band ist es übrigens, der mich zu diesem Eintrag bewegt hat: Ich stehe mir seit längerem selbst im Weg und komme nicht voran damit, obwohl es längst einen Titel, einen Coverentwurf und eine spannende Plotidee gibt. Allein, ich wünsche mir ein paar Rückmeldungen zum ersten Band. Falls du ihn gelesen hast oder lesen wirst, würde ich mich über eine Rezension wahnsinnig freuen!
  • Last not least arbeite ich mit einer lieben Kollegin an einer gemeinschaftlichen Romanserie aus dem Bereich Urban Fantasy. Auch diese Reihe wird vermutlich unter Pseudonym erscheinen, weil es eine eigene Welt ist, die sich mit meinen bisherigen Romanen nicht überschneidet. Soviel kann ich dir schon verraten: Wir haben so viel Spaß beim Schreiben, dass ich es kaum erwarten kann, dir die ersten beiden Bände zu präsentieren. Ein bisschen Geduld brauchen wir noch, aber das wird großartig, versprochen!

Du siehst: Ohne dich sind meine Texte nur Echo vor meiner Kulisse. Erst mit dir ist das Theater voll besetzt. Daher: Mach mit!

Vorhang auf! 😀

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