Sie wachsen so schnell!

Manuskripte, Manuskripte!Kann es eine schönere Motivation geben, als den Erfolg der eigenen Anstrengungen unmittelbar vor sich zu sehen, ihn in Händen zu halten?

Ich gestehe, jeden Morgen mindestens 1667 neu zu verfassende Wörter vor mir zu wissen, fühlt sich regelmäßig an wie eine Qual. Da hilft nur eins: persönlicher Ergeiz. Der unbedingte Wille, mir selbst zu beweisen, dass ich es schaffen kann! Dokument öffnen, die zuletzt formulierte Zeile anstarren und das runtertippen, was mir als Erstes einfällt. Manchmal ist das sofort der Auslöser für neue Ideen, die ich weiterführen kann, oft ist es kompletter Mist, der mich aber in die richtige Richtung führt. Weil ich – leider – bei meinen Manuskripten einen Hang zum Perfektionismus habe, begehe ich an dieser Stelle immer noch gerne einen Faux-pas und lösche tatsächlich Text, aber nur diesen ersten Satz, um den besseren Einstieg zu verwenden. (Und meistens lassen sich einzelne Wörter sogar wiederverwerten 😉 )

Ruck, zuck stehen die ersten 100 bis 200 Wörter des Tages da. Klingt nicht viel, aber es führt zu neuen Ideen, und bis zum Abend summiert es sich auf die erstrebte magische Zahl 1667. Das ist das ganze Geheimnis. Und jetzt kommt die Belohnung:

Ausdrucken!

In Händen wiegen, davon träumen, wieviel da noch zusammenkommt bis zum 30. November. Ein Teil von mir wünscht sich, diese Marathon-Tipperei hinter mich zu bringen, der andere trauert jetzt schon. Das gesamte Jahr hindurch bin ich nicht so produktiv gewesen wie in den vergangenen drei Wochen. Chaos lag zu zwei Dritteln geschrieben seit dem letzten Dezember herum und wollte nicht fertigwerden. Diesen NaNo brauchte ich dafür eine Woche. Peng.

Dazu kam die Furcht: Was, falls mir danach nichts Neues einfällt? Da ich aber mit mir selbst diese Wette laufen hatte, verfasste ich in der zweiten NaNo-Woche an einem Tag ein komplettes Exposé und begann auch sofort mit dem ersten Kapitel. Heute, zwei Wochen später, nähert sich Golden Gate dem Midpoint im zweiten Akt: macht 117 Seiten. Wenn das kein Motivationsschub ist?

Mein Vorsatz für den Rest des NaNo: So viel Schub wie möglich entwickeln, dranbleiben, den Flow mit hinübernehmen in den Dezember und das kommende Jahr.

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