#NaNo15: Letzte Runde

Irgendwo zwischen dem 13. und dem 21. Tag des diesjährigen Schreibirrsinns ging der Irrsinn verloren. Also eigentlich das Schreiben. Nicht so ganz vollkommen komplett, aber doch so beinahe ein bisschen mehr als der Entspannung guttut.

Was ist passiert? Also abgesehen von Paris.
Die ganz normale Mid-book-crisis ist passiert. Ja, die gibt es. Ist sprichwörtlich. Von einer Beinah- oder Vollblockade sprechen die meisten Autoren um das erste Drittel oder die Hälfte des Romans rum. Ich müsste mich zwar jetzt arg weit aus dem Fenster lehnen, wenn ich behaupten wollte, zu wissen, dass es auch Planern so geht. So genau führe ich dann doch nicht Buch.

Andererseits weiß ich ziemlich gut, dass es ein riesiger Unterschied ist zwischen noch-so-minutiöser Planung und dem tatsächlichen Schreiben. Sonst könnte man das Letztere ja gleich sein lassen, ne?

Day 9_001

 

Mittendrin also, nachdem der erste Rausch der neuen Idee abgeklungen ist, stellen wir plötzlich fest, dass der Roman dann doch nicht so schillert, wie wir uns das wünschen. Darüber (unter anderem) hatte ich mich hier schon mal ausgelassen.

Vielleicht schleppt sich die Handlung dahin, vielleicht schwafeln die Figuren zu viel und ballern zu wenig rum, was weiß ich. Manchmal bietet sich in solchen Fällen eine Liebesszene an oder wir schubsen eine neue Figur in die Arena. Aber wenn das aus irgendeinem Grund nicht geht oder wir das schon getan haben, dann gibt es noch ein paar kleine, feine Tricks: Wir bauen auf Zuruf verrückte Begriffe ein. Fast wie beim Impro-Theater.

Bei mir war es gestern soweit. Nachdem meine Schreib-Laune am 22. endlich wieder ein bisschen die Nasenspitze aus der Ecke gestreckt hatte, saß ich am gestrigen 23. da und musste eine Lücke füllen. Sex ging nicht und neue Figuren hatte ich schon so einige. Also muss was anderes her, und zwar schnell, weil es schon auf Mitternacht geht und eine weitere Nullrunde droht. Nur – können vor lachen!

Oder … Lachen vor Können … So viel sei gesagt, ich hatte gestern Abend noch meinen Spaß beim Schreiben und Nat – dein ‚Sopaß‘ hab ich auch endlich eingebaut 😉

Day 12_003

 

Heute geht’s also weiter. Und selbst wenn ich mir vorgestern ein logisches Ei gelegt habe, ich schreibe stets vorwärts, nie zurück. Dieses Ei passt schon irgendwie da rein und wenn ich ein paar mal durch die Brust von hinten ins Auge zielen muss! Aber so ist das halt bei Zeitreise-Phänomenen …

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