#NaNo15 – Epilog

Das war’s! This is it! Rien ne va plus!

Jetzt, um die Mittagszeit, sind sogar unsere amerikanischen Schreib-Genossen ins TGIO-Party-induzierte Donut-Koma gefallen und haben das Schreiben eingestellt.

Der NaNoWriMo 2015 ist offiziell Geschichte.

Und wie war’s für dich?

Bei mir lief es erwartungsgemäß mal besser, mal schlechter. Meine zwischenzeitliche, deshalb auch sogenannte mid-book-Krise hatte ich hier mal angedeutet. Das wäre so der Moment gewesen, wo unsereins sich unter anderen Umständen schon mal selbst überzeugt, dass es sowieso alles Mist ist, die Geschichte von Anfang an nix taugte und wenn, wäre man selbst wohl garantiert der allerletzte, der einem solchen Stoff nur annähernd gerecht werden könnte.

Blöd nur, wenn man in zwei Wochen schon plus-minus 20.000-30.000 Wörter geschrieben hat. Die wegzuschmeißen kommt einem dann doch wie eine arge Verschwendung vor … Also kratzt Frau Autorin sich am Kopf, stellt noch ne Kanne Kaffee auf und schnallt sich am Stuhl fest. Du gehst hier erst weg, wenn mindestens der nächste Tausender erreicht ist. Ach guck, jetzt hast du den Tausender erreicht, da kannst du auch gleich noch das Tagessoll vollmachen, damit der Balken wieder grün wird …

NaNo-2015-Writing-TimeWarp

Also hangelt Frau Autorin sich durch von Tag zu Tag. Wie du an der Grafik oben leicht erkennen kannst, hatte ich zwei Tage Totalausfall nach dem 13. Danach hatte ich zwar beschlossen, dass … ach, egal jetzt … jedenfalls dauerte es dann nochmal zwei Tage, bis ich wieder im Fluss war und meine rund 1667 pro Tag auf die Reihe brachte. Inzwischen hatten sich ein paar tiefe Löcher in den Zeitplan eingegraben, was nichts anderes bedeutet, als unbezahlte Mehrarbeit. Nur gut, dass man sich als freischaffende Autorin nur selbst ausbeutet *augenroll*

Wie auch immer, ab 38.000+ Wörter war eindeutig klar: Aufgeben gilt nicht mehr. Wie aber motiviert man sein müdes Hirn am Ende eines Tages, wenn die Geschichte immer noch reichlich verworren ist und keine Auflösung in Sicht? (Ich hatte da eine verflixte Zeitreise-Geschichte am Wickel, davon kriegt man schon unter weniger stressigen Bedingungen Kopf-Aua.) Wie macht man das also?

Ok, es wird Zeit für eine öffentliche Beichte: Ich habe mir erlaubt, zur Not zu „mogeln“. Jeden Abend, an dem ich mich an meine Tastatur setzte und unsicher war, ob mir auch heute wieder etwas einfällt, habe ich mir gesagt: Du schreibst jetzt irgendwas und wenn es am Ende gar nicht mehr reicht, dann füllen wir mit den gesammelten Blogposts auf, die du im November verfasst hast. das ist schließlich auch schreiben.

Was soll ich sagen, das hilft! Zwar habe ich diesen Trick am Ende nicht gebraucht, aber er hat mir die nötige Gelassenheit verschafft, mich einfach dranzumachen und es fließen zu lassen. Und weißt du was? Ich habe eine Lösung für DAS PLOT-LOCH TM gefunden UND der Roman ist nach rund 50.000 tatsächlich in sich abgeschlossen und fertig. Punktlandung.

Diesen Roman würde es so mit 100% Sicherheit niemals geben, wenn ich den NaNo dieses Jahr hätte sausen lassen. Denn auf diese Verwicklungen und Auflösungen wäre ich unter weniger Zeitdruck nie gekommen. Er zwang mich dazu, immer weiterzuschreiben, vorwärts, nie zurück. Vielleicht wird das mein inoffizielles neues Motto 😉

Und so sieht es also aus, mein Gewinner-Zertifikat:

NaNo-2015-Winner-Certificate-TimeWarp

Es ist geschafft und TGIOooooo !!!

6 Comments

  1. Glückwunsch, Sabine! So ein bisschen Druck hätte ich vielleicht auch brauchen können,
    um meinen inneren Schweinehund zu überwinden. Aber der Berg erschien mir dann doch etwas zu hoch. 😉

    LG
    Christa

    1. Danke dir, Christa 🙂 Zwischendrin denke ich auch jedesmal, warum nur hast du das angefangen? Aber jetzt schaue ich auf diese Datei, die vor einem Monat noch nicht existierte und bin froh, tatsächlich wieder einen ganz neuen Roman geschrieben zu haben. Tolles Gefühl 🙂

      Liebe Grüße an dich!

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