Mit Volldampf zum DORT.con 2015

plakat15bIn Dortmund einen Parkplatz vor der Haustür zu ergattern ist … na ja, wie in allen größeren Städten. Praktischerweise fand ich jedoch in annehmbarer Entfernung einen zu einer Sporthalle gehörigen Parkplatz und hatte so immerhin Gelegenheit, meinem Bewegungsdrang ein bisschen Geltung zu verschaffen. Also nicht in der Sporthalle, aber auf dem Fußweg zum Con im Fritz-Henßler-Haus.

Ich hatte also kaum den Motor abgestellt, da fing es an zu schütten. Macht ja nix, frau hat ja Kapuze und Stiefel. Im Fritz-Henßler-Haus selbst musste ich mich dann erst mal kurz orientieren, fand aber freundliche und hilfsbereite Menschen, die mir nicht nur den Weg zur Lesung von Thorsten Küper zeigten, sondern auch eine Einzelkarte verkauften, statt der Tageskarte für — um 14 Uhr — noch 20 Euro. Den Kopf noch ein bisschen in den Wolken machte ich mich auf in den zweiten Stock, klopfte kurz an die Tür zu Zimmer 112 — und platzte mitten in die Lesung von Chris Beckett, die denn auch prompt stockte. Autsch.

I am very sorry, Mr Beckett!

Besagter Autor ließ sich zum Glück nicht aus dem Konzept bringen und las weiter. Wie sich herausstellte, hatte ich nur wenig verpasst und kam so unverhofft in den Genuss einer englischsprachigen Lesung aus The Peacock Cloak. Ich brüste mich zwar schon mit übers Abitur-Niveau hinausgehenden Englischkenntnissen, aber das war doch eine Herausforderung 😀

Anschließend gab es einen kurzen, schmerzlosen Platzwechsel am Podium und im Zuschauerraum. Thorsten Küper und Anja Bagus nahmen sofort den Raum in Besitz und endlich wechselten Thorsten und ich auch im realen Leben ein paar Worte. Er ist genauso nett wie sein Avatar 🙂

Die beiden ließen uns dann auch nicht lange zappeln. Mit Anjas tatkräftiger Unterstützung las Thorsten seine Kurzgeschichte Valerius von Arbogast und sein fabelhafter Krakun, aus der beim Amrûn Verlag erschienenen Steampunk-Anthologie Voll Dampf. Über die virtuelle Lesung daraus habe ich ja schon hier berichtet. Im echten Leben war es durch theaterreifes Mienenspiel und Gestik der beiden sogar noch besser. Da wurde auch dem Autor fast ein wenig bange 😉

Es hat Spaß gemacht und Lust auf weitere Lesungen im echten Leben. Danke Thorsten und Anja!

Ach ja: Eine weitere Einzelkarte habe ich dann auch noch nachgelöst, immerhin hatte ich zwei Lesungen besucht, statt der einen, für die ich bezahlt hatte. Für „meine Ehrlichkeit“ bedankten sich die netten Leute an der Kasse gleich mehrmals, was mich doch ein wenig traurig stimmt. Sollte das nicht selbstverständlich sein? Vielen Dank also an dieser Stelle an die Organisatoren und alle, die ihre Freizeit dafür aufbringen, den DORT.con auf die Beine zu stellen!

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