Liebeserklärung

This is not a love song,
this is not a love song,
this is not a love song, …

Public Image Ltd., This Is Not a Love Song, 1983

Gesungen von John Lydon aka Johnny Rotten, jahaaa von den Sex Pistols. Mit diesem Ohrwurm im Kopf bin ich heute Morgen aufgewacht. Was will mir mein Unterbewusstsein damit eigentlich sagen?

Wie Faust auf Auge passt dazu der heutige Blog-Beitrag von Chuck Wendig, den ich – ebenfalls heute Morgen – als erstes in meiner Mailbox fand:

Chuck Wendig: WHY YOU SHOULD WRITE WHAT YOU LOVE

Der eine singt, hier gehts nicht um Liebe, sondern um Big Business, der andere sagt, pfeif auf den Markt, schreib was du liebst (und hab damit Erfolg).

Ja, was denn nu?

Tatsache ist ja, dass wir Kreativen oft (meistens? immer?) schwanken zwischen dem Traum, mit unseren Werken die Mengen zu begeistern – ja, auch um des lieben Geldes willen – und andererseits einem lauthals gebrüllten: „Mir doch egal!“ \m/

Denn manchmal wollen die Mengen einfach was anderes als wir. Oder sie wollen etwas, aber wir können einfach nicht herausfinden, was es ist. Oder wir ahnen zwar, was sie wollen, aber wir können oder wollen nicht liefern. (Mir doch egal.)

Da hilft dann nur, einen oder zwei Schritte zurückzutreten, einen Moment in sich hineinzuhören und sich darauf zu besinnen, mit welchen Vorstellungen und Wünschen man eigentlich in dieses Abenteuer gestartet war. Schreiben wollte man. Die Geschichten entwickeln, die da schattenhaft in den Gedanken herumspuken. Ja genau, diese Spinnweben wollte man auskehren. Damit die Gedanken glänzen können, damit sie die Kraft entfalten, die wir in ihnen spüren, aber nicht vermitteln können, wenn wir sie für uns behalten.

„Ja, aber wenn das doch keiner hören will?! Wenn es doch keiner liest?! Wenn die ganzen Bücher doch nur auf den virtuellen Regalen der virtuellen Buchläden verstauben?!“

Ja nu, hat ja keiner gesagt, dass andere das gleiche lieben müssen wie du, ne? Deshalb ist es ja kein Lovesong. Sondern nur das, was du liebst.

Dummerchen 😉

Sweet Solitude

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