gelesen: Christa S. Lotz, Nacht des Wolfes

NachtDesWolfesChristaIm Wald, da sind die Räuber

… sagt schon das alte Lied.
Zu Schillers und Schubarts Zeiten gehörten „Die Räuber“ nicht zur erlaubten, wohl aber unter Studenten und Professoren gehüteten Standard-Literatur. Wen wundert’s, war das Treiben der Räuber in den Wäldern rund um die Städte doch nicht Dichtung, sondern bittere Wahrheit. Da wurde dann auch nicht nur von den Reichen und Fürstlichen genommen, sondern auch das eine oder andere gemeine Leben ausgelöscht.

In diese Zeit versetzt uns die Autorin spielend mit Sprache und Alltagshandlungen. Und obwohl wir uns mitten im Absolutismus eines Herzogs Carl Eugen von Württemberg befinden, kommt einem doch manches bekannt vor: Privilegien für den Adel, wehe dem, der davon abhaben will.

Bei aller Detailgenauigkeit ist Nacht des Wolfes ein unterhaltsamer historischer Kriminalroman – da soll nochmal einer sagen Genre-Crossing sei ‚bäh‘ 😉
Und so ganz nebenbei lernen wir beim Lesen auch die nähere und weitere Umgebung Tübingens kennen, von der Autorin persönlich und mit Hingabe erwandert.

Sehr lesenswert!

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