gelesen: Astrid Vollenbruch – Insel am Rande der Welt

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(c) Astrid Vollenbruch

Endlich!  \o/, möchte man sagen 😀

Insel am Rande der Welt, Astrid Vollenbruchs Fantasy-Epos, lange Jahre ihren Freunden und Kollegen unter dem Arbeitstitel Rabenzeit bekannt, ist endlich als eBook erhältlich. Jedenfalls Teil 1 und 2 des ersten Buches aus dem Zyklus Rebellen.

Nachdem ich Teil 1 ausgelesen habe, bin ich froh, Teil 2 schon auf meinen Kindle geladen zu haben, denn als neue Einwohnerin in Iunis hätte ich mich sonst arg verloren gefühlt.
Die Autorin eröffnet auf der ersten Seite einen Dimensions-Übergang zu ihrer  Welt, man tritt ein und während sich noch der Durchgang schließt, hat man schon vergessen, dass er da war – dass es eine Welt außerhalb gibt.

Iunis ist keinesfalls das einzige Land in dieser Welt und die Khyalen nicht das einzige Volk. Im Gegenteil – Iunis ist nicht mehr als eine Insel, und die Handvoll Khyalen, die sich unversehens in den zweitgrößten Umbruch ihres Lebens hineingestoßen fühlt, wird – das spürt man deutlich – schon sehr bald feststellen müssen, dass die Welt außerhalb ihres Erfahrungshorizonts riesig ist und sie darin keine nennenswerte Rolle spielen. Bewohnt von verschiedenen Völkern, regiert durch Gesetze, die die Khyalen weder kennen noch verstehen  und gelenkt durch ein unverständliches, undurchdringliches Schicksal.

Ein Königsmord, ein Kelch, ein dunkler Traum. Damit beginnt die Geschichte der Holzschnitzerin und Heilerin Iveirdne, von Relaile, der geheimnisvollen Fremden aus einer Stadt, die es doch seit Tausenden von Jahren gar nicht mehr gibt und von Argon, dem Thronfolger von Ryondar,  Besatzer und Herrscher über Iveirdnes Heimat. Während sie alle ihre eigenen Ziele verfolgen, ahnen wir, dass sie damit Geschehnisse in Gang setzen, die ihre Welt von Grund auf verändern.

Insel am Rande der Welt ist Fantasy. Erwachsene Fantasy. Ohne Kettenbikinis und ohne ‚Conan rettet Sonia‘. In Iunis gelten Regeln, die auch der Leser erst einmal für sich entdeckt. Keine altertümelnden Rollenklischees, aber auch keine dumpfe Gleichmacherei. Es ist nichts weniger als eine andere Welt mit anderen Gesetzen, anderen Gebräuchen und anderen Tabus. Mit neuen Völkern und – so deutet sich an – mit gefährlicher Magie.

Astrid Vollenbruch lässt der Geschichte, lässt dem Leser Zeit. Wie guter Wein erst im Glas sein volles Aroma entfaltet, so erschließt sich die Welt von Rabenzeit allmählich in seiner Vielfalt. Ich möchte stehenbleiben und mich umsehen in diesem einfachen, von harter Arbeit und Überlebenskampf geprägten Dorf, doch unwiderstehlich zieht mich der Fortlauf der Handlung weiter in die Geschichte hinein. Und so beginne ich noch heute mit Teil 2.

Das Epos ist in gutverträgliche Happen (O-Ton Astrid Vollenbruch 😉 ) unterteilt, jedes eBook enthält 3-4 Kapitel. Teil 1 wird bei Amazon mit gewohnt geizig geschätzten 134 Seiten angegeben, was nach meiner Erfahrung eher 150-160 Seiten entspricht. Schon die Cover und Titel der ausstehenden Bände lassen dem geneigten Liebhaber epischer Fantasy das Wasser im Munde zusammenlaufen. Teil 3 soll noch im Januar erscheinen, danach folgen die bereits fertiggestellten Fortsetzungen in Abständen von je einem Monat. Keine Angst vor vorzeitigem Entzug also 😀

Fazit: Von mir eine uneingeschränkte Lese-Empfehlung!

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