Der 13. Tag

Die Zahl Dreizehn gilt  verbreitet als Unglückszahl. Die dreizehnte Fee will Dornröschens Tod. Dreizehn von einer Sorte sind ein Teufelsdutzend. Beim Tarot ist die 13 dem Tod – La Mort – zugeordnet.

Allerdings gibt es auch gegensätzliche Deutungen, die die Zahl Dreizehn als ausgesprochen glückverheißend betrachten. Im Alten Testament werden die dreizehn Eigenschaften Gottes beschrieben, bei den alten Maya gab es dreizehn Himmel. Gruppe 13 im Periodensystem ist die Gruppe der Erdmetalle, mit Aluminium als dem 13. Element. Das dreizehnte Tierkreiszeichen ist der Äskulap.

Für mich war 13 immer eine Glückszahl.

Am 13. Tag des NaNoWriMo ist die Euphorie der ersten Woche verflogen. Plötzlich erinnert man sich wieder daran, was für eine Plackerei es ist, einen Roman in nur 30 Tagen aus dem Nichts zu erdenken, in Worte zu fassen und  niederzuschreiben. Im Kopf hat man schon die Zeitraffer-Zusammenschnitte des Schreibmarathons mit euphorischen Szenen, Geistesblitzen, dem starren Blick auf ein leeres Blatt, schiere Verzweiflung, das Treffen mit Schreibfreunden, das wieder Kraft und Ideen sprießen lässt, der Endspurt, die Siegesfeier.

Nur leider ist das echte Leben kein Film und einen Roman zu schreiben dauert – und kostet Kalorien, Schweiß und manchmal auch Tränen. Und Schokloade. Und Gummibärchen. Zum Glück ist es Sinn der Sache, beim NaNo eben nicht still im Kämmerlein zu leiden, sondern sich mit Gleichgesinnten zusammenzutun. Zusammen die Krisen zu überwinden und die Erfolge zu bejubeln. Gemeinsam schreiben kann man überall. Im Café, in der Uni-Bibliothek, übers Internet.

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Oder man vermischt beides und trifft sich inworld im virtuellen Café.
Hält zwischendurch einen kleinen Plausch und arbeitet dann mit neuem Elan und einer frischen Idee weiter. Täglich. Weil wir es können.

Write on!

 

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