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Don’t panic!

25th May 2016: Towel Day is coming up! \o/

What is this towel day, anyway? Well, think of Douglas Adams, think of The Hitchhiker’s Guide to the Galaxy, think of a Vogon constructor fleet demolishing planet Earth to make way for a hyperspace bypass… Now think of being the sole human survivor of this constructional measure. What do you do?

You catch a ride out to .::Yúcale::. The Coffee Gallery & Transistor and go with the flow!

Einladung Towel Day

20.00 German Time (11 SLT)

With readings by Thorsten Küper, Rael Wissdorf and yours truly:

21.30 (12.30 SLT)

Pictures and reading from my Graphic Novel The Adventures of Nat&Joey:

Buch Nat&Joey

Well, what ever you do – bring a towel!

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TAXI: http://maps.secondlife.com/secondlife/LING%20Vision/159/15/2539

Lea

Hyper, hyper!

Schonmal von acht bis zweiundzwanzig an einem Projekt gearbeitet? Dann weißt du wovon ich spreche. Du stehst unter Strom, bis irgendwann der Rollo runterrasselt und du einfach auf die Couch fällst und einpennst. Heute morgen geht es einigermaßen.

Was los war? Ich fürchte, schon wieder ein neues Buchprojekt. Also, nicht vollkommen neu, denn das Manuskript ist in der Erstfassung schon fertig geschrieben. Aber ich habe es gestern zum ersten Mal seit zwei Jahren gelesen, wie eine Fremde, und ehrlich gesagt — ich hab mich köstlich unterhalten *blush*

Irgendwer behauptet ständig, man solle sich nicht selbst loben, das sei eitel und unangemessen. Die Wahrheit ist jedoch, wenn mir als Autorin mein eigener Roman schon keinen Spaß macht, kann ich ihn nicht gut anderen zumuten. Wenn er mir aber Spaß macht, dann darf ich das auch sagen, alles andere wäre doch Augenwischerei  😉

Ich hab mich also in meinem eigenen Roman festgelesen, während ich erste Korrekturen vornahm. Überraschenderweise scheint mir das Thema Cosy-Crime zu liegen. Schon beim Schreiben im NaNoWriMo 2014 hatte ich meinen Spaß, das weiß ich noch gut. Lea Walsh, Ltd (was bisher noch Arbeitstitel ist, aber ich mag den wirklich gern, also mal sehen …), das ist also ein sogenannter Cosy-Crime.

Huh? Was dasn?

Über Cosy-Crimes — oder Cozy Mysteries im US-amerikanischen Sprachgebrauch — sagt uns die englischsprachige Wikipedia, sie seien

„[..] a subgenre of crime fiction in which sex and violence are downplayed or treated humorously, and the crime and detection take place in a small, socially intimate community. [..]“

Frei übersetzt: Cosy-Crimes (bleiben wir bei dem Begriff, der sich im deutschen Literaturraum eingebürgert hat) sind ein Subgenre der Kriminalliteratur, in dem Sex und Gewalt heruntergespielt oder humorvoll behandelt werden, und Verbrechen und Aufklärung in einem kleinen, familiären Umfeld stattfinden.

Erst vor Kurzem kam in einer privaten Schreibgruppe das Gespräch darauf, dass diese Krimis, nach einem ersten Boom in den Neunzigerjahren (bei dem vor allem englischsprachige Autoren federführend waren) lange bei uns brachgelegen hatten. Zu groß die Dominanz der deutlich härteren Skandinavien-Krimis und Serienkiller-Thriller anglo-amerikanischer Machart. Seit einiger Zeit ist jedoch wieder zu beobachten, dass der Cosy-Crime ein Comeback probt, auch aus deutsch-sprachigen Federn fließend.

Als ich meine Lea Walsh schrieb, ahnte ich das noch nicht. Vielleicht hatte ich unbewusst irgendwelche Signale vom Markt aufgefangen. In erster Linie schrieb ich diesen Roman jedenfalls aus einem Anfall von Nostalgie heraus. Kennst du noch Nancy Drew? Diesen amerikanischen Teenager, später junge Erwachsene, die auf eigene Faust Kriminalfälle löst? Nancy Drew hat alles und kann alles. Ihr stehen Tür und Tor offen. Typisch amerikanische Upper Middle Class eben. Aber daraus entstanden immerhin unzählige Folgebände, die millionenfach in vielen Sprachen von Leser(inne)n verschlungen wurden, verfilmt und für Videospiele adaptiert. So schlecht kann das Konzept also gar nicht sein.

Nur halt nicht sehr glaubhaft im deutschen Setting. Ich überlegte, wie eine solche Reihe für meinen Geschmack aussehen könnte. Wo könnte es spielen? Wer wären die Protagonisten? Welche Art Fälle wären unterhaltsam und regional nicht zu begrenzt? Ehrlich gesagt, lag ich dabei in der Badewanne, türmte Schaumkrönchen auf und fantasierte vor mich hin, bis ich plötzlich Angst bekam, meine Ideen wieder vergessen zu haben, bevor ich eine Chance hatte, sie aufzuschreiben. Deshalb habe ich sie so schnell wie möglich, noch tropfend und in einen Bademantel gewickelt, in mein Notizbuch gekritzelt. Bis zum NaNo hatte die Idee etwas Zeit zu reifen — und da ist er nun, der erste Band von einer möglichen Reihe. (Und falls nicht, steht der Roman auch gut auf eigenen Füßen.)

Die Studienabbrecherin Lea kommt aus guter Familie, lebt mit einer quirligen Studentin in einer Zweier-WG in Münster und jobbt als Kellnerin in einer angesagten Kneipe. Eine ganz normale junge Frau halt, die sich mit flappsigen Sprüchen und manchmal gut versteckter Herzlichkeit durchs Leben schlägt, die Dinge von allen möglichen Seiten beäugt und dabei auch mal übers Ziel hinausschießt. Dazu noch immer Ärger mit den Kerlen, und die eigenen Hormone wollen auch nicht immer so wie sie will. Dann stolpert sie unversehens mitten in einen Kriminalfall. Anfangs sind es noch Freundschaft und Pflichtgefühl, die sie dazu treiben, selbst Ermittlungen anzustellen, doch je tiefer sie sich in die Sache verstrickt, um so persönlicher wird das alles. Bis sie auf einmal selbst ins Visier des Täters gerät.

Für das Erscheinen peile ich den Herbst an. Vorher muss ich auch noch ein paar Episoden Nat & Joey schreiben und Bilder dafür machen, und, und …

„Time is fleeting
Madness takes its toll…“

aus: The Rocky Horror Picture Show

Also hau rein in die Tasten. Wir sehen uns!

Cover: The Adventures of Nat and Joey

Rechtzeitig zum Towel Day

… schaffe ich es mit etwas Glück, ein neues, altes Lieblings-Projekt herauszubringen:

The Adventures of Nat & Joey – Collected Edition Issues I-VII

Eine Sci Fi-Graphic Novel als Sammelband auf Papier. Jetzt, wo das Schläferkind auf die Reise gebracht ist und sich seit vier Wochen freischwimmt, bleibt endlich Zeit dafür.  Die Dateien sind hochgeladen und müssen noch auf korrektes Seitenformat geprüft werden, dann kann’s losgehen. Ich gestehe, ich bin aufgeregt!

Comics! Graphic Novels! Yay!

Lange bevor ich lesen konnte, habe ich schon diese bunten Hefte voller Bilder geliebt. Bilder mit Sprechblasen oder mit Textzeilen wie bei Prinz Eisenherz, in Druckbuchstaben oder in Schreibschrift wie bei Lurchis Abenteuern, mit tollen Wörtern wie Zischsch! und BUMM! und *brizzel* und „$&%*§!“

So etwas wollte ich auch können! Superhelden, Monster, Ufos, Abenteuer und Action, quietschbunt und in Farbe. Leider wurden Zeichnen und Malen nie meine bevorzugte künstlerische Ausdrucksform. Aber Screenshots kann ich machen und Bilder mit GIMP bearbeiten. Fehlte mit Scribus noch ein Desktop Layout-Programm und — wenn wir schon dabei sind — Inkscape für Vektorgrafiken. Alles kostenlose Open Source-Programme mit zahlreichen wirklich gutgemachten Tutorials. Na ja, etwas nerdigen Biss braucht es schon auch 😉

Hat ein bisschen gedauert, aber jetzt steht meiner ersten eigenen Graphic Novel nichts mehr im Weg. Die witzige und spannende englisch-sprachige Fortsetzungs-Story The Adventures of Nat & Joey erscheint seit März 2015 online im Bright Metallic Magazine. Weit draußen am äußeren Rand der Galaxis untersuchen die beiden Ermittler Nat und Joey von Shadow Inc. Security einen mysteriösen Fall von freilaufenden, menschenfressenden Riesen-Insektoiden und stolpern mitten in eine kriminelle Intrige, die den Untergang der ganzen Stadt bedeuten könnte — zumindest aber Nats und Joeys vorzeitiges Ableben im Magen eines Ungeheuers.

Die ersten drei Folgen gibt es auch als eBook für Kindle Tablets. Alle drei sowie die seither erschienen vier Teile wurden sorgfältig neu bearbeitet und in einem Sammelband als Printversion zusammengeführt.

Und so sieht das aus:

CoverNat&JoeyWEB
Demnächst als Print!

In dem 50 Seiten starken, großformatigen Buch sind alle sieben bisher im Bright Metallic Magazine online erschienen Teile enthalten — neu bearbeitet und mit Innencovern versehen:

Fortsetzung folgt — wie immer zunächst online in Bright Metallic!

Stay tuned!

Von untoten Systemen

… nein, nicht das deutsche Rentensystem, das ist eine ganz andere Geschichte. Es geht auch nicht um Neo-Liberalismus oder Post-Kommunismus — überhaupt nix Politisches hier. Nur um Bücher!

Beziehungsweise um Lesungen aus ebensolchen. Gestern fand im Rahmen des BB eBook-Events 2016 eine Doppelnacht statt: Erst las Sean O’Connell seine Kurzgeschichte Die Waffe des Generals aus der Anthologie Fundbüro der Finsternis. Meine Herren! Dass manche Konflikte nie aussterben und manche Generäle über Leichen gehen — geschenkt. Aber wie der Einsatz von Zombies zum Selbstläufer werden kann, das ist schon im besten Sinne morbide. Schön gelesen von Sean, den man im Gegensatz zu seinen bedauernswerten literarischen Figuren im Blog der O’Connell Press höchst live bei der Action sehen kann.

Nach der Lesung ist bei diesem Event natürlich vor der Lesung und so machte ich mich flugs bereit für meine eigene Darbietung in Joeys Café: Eine Lesung aus Schläferkind.

Lesung Schläferkind

Das hat echt mal Spaß gemacht! Im Verein mit Markus Gersting, Thorsten Küper und Kirsten Riehl, die jede(r) eine Dialogrolle übernahmen, wurde aus der Lesung fast schon so etwas wie ein Hörspiel. Besonders bei einer Stelle mit Kirsten kam richtig schöne Dynamik auf — das war super, Kirsten! 😀

Untote gab es dann auch bei dieser Lesung, wenn auch nur in der Gestalt des Voice-Systems, das nach dem ersten Teil der Lesung spontan den Geist aufgeben wollte. Gut getimed immerhin. Die anschließende Lese- Pause bzw. das Interview dauerte entsprechend etwas länger, aber mit dem von Claire ausgegebenen Tee war das doch eigentlich ganz gemütlich 🙂

In diesem Sinne: Hoch die Tassen — und vielen Dank fürs Zuhören, ihr Lieben!

(c) privat
(c) privat — Hinter dem Avatar

Einen weiteren Überblick bzw. Berichte zu beiden Lesungen gibt es auch:

Und es gibt sogar einen Video-Mitschnitt von ClaireDiLuna Chvalier — Tausend Dank, Claire!

Das machen wir auf jeden Fall mal wieder!


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